Alcúdia: Rat will betreute Wohnungen statt Wegzug
Menschen mit Behinderung sollen in Alcúdia auf Mallorca künftig in betreuten Wohnungen leben können, ohne die Gemeinde verlassen zu müssen. Der Gemeinderat hat einem entsprechenden Antrag der Sozialisten zugestimmt, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am 6. Oktober berichtet. Die Sozialistin Agüi Lobo sagt, die Initiative sei gemeinsam mit Familien von Menschen mit Behinderung vorbereitet worden.
Familien wollen eine Lösung im Ort
In Alcúdia leben laut Begründung des Antrags mehr als 400 Menschen mit einem anerkannten Behinderungsgrad von über 33 Prozent. Viele von ihnen wohnen bei ihren Eltern, die inzwischen älter sind. Die Familien sorgen sich darum, was geschieht, wenn die Eltern nicht mehr da sind. Lobo fordert deshalb, vorhandene Wohnungen zu nutzen: Betroffene könnten so in Alcúdia und in der Nähe ihrer Familien bleiben.
Wohnungen und Betreuung brauchen noch Geld
Der Gemeinderat fordert die Gemeinde auf, eigene Wohnungen dem Inselrat von Mallorca zur Verfügung zu stellen, damit daraus betreute Wohnungen werden. Im Gemeindehaushalt für 2027 soll Geld für Anpassung, Barrierefreiheit und Ausstattung der Räume stehen.
Der Inselrat und die Balearenregierung sollen die nötige professionelle Betreuung finanzieren. Außerdem fordert der Antrag eine Arbeitsgruppe mit sozialen Organisationen. Bei künftigen öffentlichen Wohnungsbauprojekten soll die Gemeinde 5 Prozent der Wohnungen für weitere betreute Wohnungen reservieren.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com