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Blackout in Spanien: Regierung nennt ihn unvorhersehbar

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der Stromausfall vom 28. April 2025 steht wieder im Mittelpunkt: Die Regierung bezeichnet ihn weiter als unvorhersehbar. Energiestaatssekretär Joan Groizard bekräftigte diese Einschätzung am 15. September 2026 im Kongress in Madrid. Zugleich sagte er, das elektrische System sei seitdem an mehreren Stellen verstärkt worden.

El secretario de Estado de Energía, Joan Groizard Payeras, comparece ante la Comisión de Investigación de la interrupción del suministro eléctrico el 28 de abril de 2025, en el Congreso de los Diputados, a 15 de septiembre de 2026, en Madrid (España). Gro
Europa Press

Groizard nannte den Vorfall einen „Poltergeist“ – also ein Ereignis, das nach seinen Worten nicht einmal in der Fachliteratur dokumentiert gewesen sei. Es habe in keinem Betriebshandbuch des spanischen, europäischen oder weltweiten Stromsystems gestanden.

Mehr Kontrolle über die Spannung

Als entscheidenden Punkt nannte Groizard die Spannungsregelung im Netz. Das Ministerium für den ökologischen Wandel habe deshalb die laufende Überwachung verstärkt. Die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) muss demnach vierteljährlich über die Einhaltung der Vorgaben zur Spannungsregelung berichten.

Auch das Betriebsverfahren P.O. 7.4 soll Verpflichtungen in Echtzeit überwachen. Groizard sagte, es habe Akteure gegeben, die an der Einführung dieser technisch komplexen Regelung kein Interesse gehabt hätten. Zugleich betonte er, die technischen und regulatorischen Instrumente zur Vermeidung des Stromausfalls hätten am 28. April 2025 bereits existiert.

Batterien und neue Netztechnik

Die Regierung setzt laut Groizard außerdem auf mehr Energiespeicher. Bei Batterien erwarte das Ministerium im Laufe des kommenden Jahres einen sehr starken Ausbau. Auch Pumpspeicherkraftwerke sollen die langfristige Steuerung des Systems absichern.

Neu in die Netzplanung aufgenommen wurden zudem synchrone Kompensatoren und STATCOMs. Diese Technik soll auf Anforderungen reagieren, die für dieses Jahrzehnt womöglich noch nicht erwartet worden waren. Groizard sagte, dadurch könne das System effektiver arbeiten und müsse weniger häufig auf Gas-und-Dampf-Kraftwerke zurückgreifen.

Nach dem Stromausfall will die Regierung außerdem den Datenaustausch zwischen den Beteiligten verbindlicher regeln. Groizard räumte ein, dass sich zuvor jeder Akteur vor allem für seinen eigenen Teil der Verantwortung zuständig gefühlt habe.

Themen: Soziales · Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com