Ibiza: Fast jedes zweite kontrollierte Boot ankert auf Seegras
In der Bucht von Portmany auf Ibiza ankert fast jedes zweite kontrollierte Boot auf Posidonia-Seegras. Zwischen dem 22. Juni und dem 31. Juli beobachteten 35 Freiwillige dort 282 Boote. Nach Angaben der Initiative Salvem sa Badia de Portmany lagen 46,5 Prozent davon über dem Seegras.
Mehr Boote kontrolliert, Anteil kaum gesunken
Im Vorjahr hatten die Freiwilligen 172 Boote kontrolliert, in diesem Sommer waren es 64 Prozent mehr. Der Anteil der Boote, die über Posidonia ankerten, sank nur leicht: von 49 auf 46,5 Prozent. In der Bucht ist laut der Initiative bereits ein Überwachungsdienst aktiv.
Umfrage zeigt Wissenslücken
Die Freiwilligen befragten auch Menschen auf den ankernden Booten. 24 Prozent wollten nicht antworten. Von den übrigen wussten 45 Prozent nicht, dass sie sich in einem Schutzgebiet und/oder einer Vogelschutzzone befanden. Rund 30 Prozent kannten Posidonia nicht; im Vorjahr waren es 50 Prozent. Weitere 15 Prozent wussten nicht, dass sie nicht darüber ankern dürfen.
Probleme gab es auch bei der Entsorgung von Grauwasser: Die Hälfte der Befragten, die nach eigenen Angaben den Entsorgungsdienst im Hafen nutzen, berichtete von Schwierigkeiten beim Zugang oder davon, dass er nicht funktionierte. Salvem sa Badia sieht trotz besserer Kenntnisse weiterhin Probleme beim Ankern und bei der Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser.
Themen: Meer & Küste · Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com