Formentera: Über 3.000 Menschen kommen per Boot an
Auf Formentera auf den Balearen sind in diesem Jahr mehr als 3.000 Menschen per Boot angekommen. Auf der Insel leben rund 12.000 Menschen. Fast 250 der Angekommenen sind Minderjährige, sagte der balearische Migrationsdirektor Manuel Pavón am Dienstag, 29. September, im spanischen Senat. Er fordert von der Zentralregierung eine eigene Strategie für die Balearen.
Mehr als 900 Minderjährige in Betreuung
Auf den Balearen betreuen die Inselräte derzeit mehr als 900 unbegleitete minderjährige Ausländer. Ihr reguläres Betreuungsnetz umfasst laut Pavón rund 80 Plätze. Die Inselräte rechnen für die Betreuung mit Kosten zwischen 36 und 38 Millionen Euro. Der Staat hat dafür nach Pavóns Angaben acht Millionen Euro bereitgestellt.
Streit gibt es auch über die Verteilung der Minderjährigen: Die Zentralregierung erhöhte im Juni die festgelegte reguläre Aufnahmekapazität der Balearen von 406 auf 434 Plätze. Die balearische Regierung hat die entsprechenden Verordnungen und sieben Vorschläge für Verlegungen aus Melilla und von den Kanaren vor Gericht angefochten.
Mehr als 6.100 Ankünfte auf den Balearen
Bis zum 15. September zählten die Balearen 5.627 Ankünfte in 303 Booten. Inzwischen liegt die Zahl laut Pavón bei mehr als 6.100. Allein vom 21. bis zum 25. September kamen 541 Menschen an.
Pavón verlangt mehr Mittel und eine Strategie für die Route zwischen Algerien und den Balearen. Die balearische Regierungschefin Marga Prohens will im Oktober in Brüssel ebenfalls mehr Unterstützung für die Inselgruppe fordern.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com