Brustkrebs: Frauen fordern mehr Mitsprache und Hilfe
Frauen mit Brustkrebs wollen verstehen, was mit ihnen geschieht, und bei Entscheidungen über ihre Behandlung mitreden. Zum Weltbrustkrebstag am 19. Oktober fordert die Spanische Vereinigung gegen Krebs (AECC) verständliche Informationen und mehr Unterstützung über die Therapie hinaus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press aus Palma.
Ein offenes Ohr gehört zur Behandlung
Die Vereinigung fordert eine Betreuung, die auch die emotionalen, familiären, sozialen und beruflichen Folgen einer Brustkrebsdiagnose berücksichtigt. Patientinnen sollen sich gut aufgehoben fühlen und erleben, dass Fachkräfte Zeit haben, ihnen zuzuhören.
In Spanien erwarten Schätzungen für 2026 insgesamt 38.318 neue Brustkrebsdiagnosen. Mehr als 516.000 Frauen werden demnach mit einer solchen Diagnose leben. Die Vereinigung beziffert die Überlebensrate nach fünf Jahren auf 87,8 Prozent. Trotzdem brauchen viele Patientinnen weiterhin Begleitung und Unterstützung im Alltag.
Hilfe für Patientinnen und Geld für Forschung
Im Jahr 2025 betreute die Vereinigung 22.827 Frauen mit Brustkrebs. 14.349 von ihnen erhielten psychologische Hilfe, 9.426 soziale Unterstützung und 8.071 medizinische Betreuung.
Für die Brustkrebsforschung stellt die Vereinigung derzeit mehr als 32 Millionen Euro in 110 Projekten bereit. Die Arbeit reicht von Studien zu neuen Behandlungen bis zur Suche nach Wegen, Metastasen zu verhindern und Therapien bei aggressivem Brustkrebs gezielter einzusetzen.
Themen: Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com