Brustkrebs-Screening: Vor der Wahl wohl keine Ausweitung
Die Ausweitung des Brustkrebs-Screenings für Frauen von 45 bis 74 Jahren dürfte vor der spanischen Parlamentswahl am 29. November nicht mehr endgültig beschlossen und im Amtsblatt veröffentlicht werden. Das Gesundheitsministerium in Madrid hält das für wenig wahrscheinlich. Das teilte es der Brustkrebspatientin María Varela mit, die mehr als 90.000 Unterschriften für die Änderung gesammelt hat.
Derzeit gilt eine engere Altersgrenze
Bisher gehört alle zwei Jahre eine Mammografie für Frauen von 50 bis 69 Jahren zu den gemeinsamen Leistungen des nationalen Gesundheitssystems. Eine Kommission für öffentliche Gesundheit stimmte der Erweiterung im Mai zu. Die nötigen rechtlichen Schritte, um sie in den Leistungskatalog aufzunehmen, stehen aber noch aus.
Am Freitag, 23. Oktober, soll die Beratung im gemeinsamen Rat des Gesundheitsministeriums und der Regionen weitergehen. Varela erhielt ihre Diagnose eines metastasierten Brustkrebses im Alter von 42 Jahren. Nach der Übergabe der Unterschriften hatte das Ministerium zugesagt, das Screening auf Frauen von 45 bis 74 Jahren auszuweiten.
Varela fürchtet Verzögerungen nach der Wahl
Varela will verhindern, dass die Zusage bis zur Bildung einer neuen Regierung liegen bleibt. „Ich habe Angst, wieder ganz am Anfang zu stehen“, sagt sie mit Blick auf die Wahl. Sie fordert die Veröffentlichung im spanischen Amtsblatt BOE noch vor dem 29. November.
Das Ministerium will die Änderung nach eigenen Angaben so bald wie möglich veröffentlichen. Aus Gründen des allgemeinen Interesses könne das auch eine geschäftsführende Regierung tun. Varela schlägt vor, ein dringliches Gutachten des Staatsrats einzuholen, um das Verfahren zu verkürzen – möglichst bis vor die Wahl, zumindest aber bis zum Jahresende.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com