Brustkrebs-Screening: Parlament fordert mehr Altersgruppen
Das Brustkrebs-Screening auf den Balearen soll künftig auch Frauen von 45 bis 49 sowie von 70 bis 74 Jahren umfassen. Das Parlament in Palma hat den Govern am Mittwoch aufgefordert, das Programm entsprechend auszuweiten. Den Antrag brachte MÉS per Mallorca in die Gesundheitskommission ein.
Der Beschluss richtet sich an den Govern der Balearen. MÉS-Abgeordnete Marta Carrió kritisierte, die Schwelle für das Screening sei zu hoch, dadurch blieben bestehende Krebserkrankungen unentdeckt.
Mehr Daten zum Screening gefordert
Einstimmig forderten die Fraktionen, klinische und zeitliche Kennzahlen des Brustkrebs-Screenings besser zu erfassen und verfügbar zu machen. Der Govern soll zudem jährlich einen Qualitätsbericht veröffentlichen, der sich an europäischen Leitlinien für Screening und Diagnose orientiert.
In dem Bericht sollen unter anderem die Rate von Intervallkarzinomen, das Verhältnis invasiver Tumoren zu Tumoren in situ sowie die durchschnittliche Dauer aller Schritte der Versorgung stehen. Die Daten sollen außerdem nach Inseln, Gesundheitssektoren und Altersgruppen aufgeschlüsselt werden.
Weniger unnötige Untersuchungen
Das Parlament verlangt auch eine Auswertung der Gründe für falsch-positive Ergebnisse. Der Govern soll daraus nötige Änderungen ableiten, damit Frauen weniger entbehrliche Untersuchungen durchlaufen müssen.
Carrió forderte ein breiteres Programm, das zugleich strenger, transparenter und gerechter arbeitet.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com