Cabrera: 102 Gemeinden fordern festes Geld für Nationalparks
Auf Cabrera haben Vertreter von 102 spanischen Gemeinden eine gemeinsame Forderung beschlossen: Orte mit Flächen in Nationalparks sollen verlässlich Geld über mehrere Jahre erhalten. Die Vereinigung dieser Gemeinden, Amuparna, teilte am Freitag, dem 30. Oktober 2026, mit, dass sie die Erklärung einstimmig verabschiedet hat.
Die Vorteile haben alle, die Kosten vor allem die Orte
Die Nationalparks nützen nach Ansicht der Vereinigung der gesamten Gesellschaft. Einschränkungen bei der Nutzung, Kosten und Verantwortung für den Naturschutz träfen dagegen besonders die Gemeinden, in denen die Parks liegen. Viele von ihnen hätten knappe Haushalte.
Das spanische Nationalparkgesetz sieht bereits Hilfen für das Umland vor. Sie hängen allerdings von den verfügbaren Haushaltsmitteln ab. Amuparna fordert deshalb von der Zentralregierung und den Regionalregierungen eine feste, mehrjährige Finanzierung.
So soll das Geld verteilt werden
Wie viel eine Gemeinde erhält, soll sich nach nachvollziehbaren Kriterien richten. Amuparna nennt unter anderem die geschützte Fläche, Einschränkungen bei der Nutzung, die Einwohnerzahl und den Besucherdruck je nach Saison.
Die Vereinigung will zudem erproben, wie Gemeinden für ihren Beitrag zum Naturschutz unterstützt werden können. Eine Arbeitsgruppe mit Behörden, lokalen Beteiligten und Wissenschaftlern soll Vorschläge dafür prüfen. Die Gemeinden und ihre Einwohner sollen an Entscheidungen über ihre Gebiete stärker mitwirken.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com