Camp Mallorquí erhält Rückhalt im Fall Carob
Die landwirtschaftlichen Genossenschaften der Balearen unterstützen den Einsatz von Camp Mallorquí für den Erhalt des Johannisbrotsektors. Die Vergabe des Unternehmens Carob ging letztlich an einen Immobilienentwickler; Cooperatives Agro-alimentàries respektiert und akzeptiert die gerichtliche Entscheidung, wie die Organisation am 19. August mitteilte.
Die Organisation würdigte das Angebot der Genossenschaft, die Industrie mit den Erzeugern und dem Gebiet verbunden zu halten. Nach Angaben ihrer Präsidentin Jerònima Bonafé hätte der Vorschlag von Camp Mallorquí eine im Gebiet verwurzelte Industrie im Bereich des Johannisbrotkernmehls erhalten können.
Lokale Verarbeitung als Teil der Wertschöpfung
Bonafé erklärte, Camp Mallorquí habe die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Verarbeitung bis zur Vermarktung des Johannisbrotprodukts abgedeckt. Damit sei die Möglichkeit verbunden gewesen, für ein besonderes Erzeugnis zusätzlichen Wert zu schaffen.
Zugleich bedauerte sie, dass Unternehmen, die lokale Produkte verarbeiten, in ein Insolvenzverfahren geraten. Auf den Balearen gebe es nur noch wenige Lebensmittelindustrien.
Belastungen für die Landwirtschaft
Nach Einschätzung von Cooperatives Agro-alimentàries wird die Lage für den Agrarsektor auf den Balearen durch Dürre, Klimawandel, Schädlinge, steigende Produktionskosten und sinkende Rentabilität zunehmend schwieriger.
Der Verlust von Verarbeitungsindustrie erschwere die Situation zusätzlich und schwäche die Fähigkeit des Sektors, Wertschöpfung zu erzielen und die landwirtschaftliche Tätigkeit auf den Inseln zu erhalten, sagte Bonafé. Ohne lokale Verarbeitung verschärfe sich das Rentabilitätsproblem der Betriebe und die Zukunft des Agrarsektors werde gefährdet.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com