Familien in Mietzimmern: Caritas fordert Mieterschutz
Ganze Familien leben in Spanien in einzelnen Zimmern. Caritas Spanien fordert am 5. November in Madrid besseren Mieterschutz für sie. Vor der Wahl am 29. November legt das Hilfswerk den Parteien elf Vorschläge zu Wohnen, Arbeit und Aufenthaltsrecht vor.
An den Vorschlägen haben rund 940 von Caritas betreute Menschen in 84 Gesprächsgruppen mitgewirkt. Nach Angaben des Hilfswerks haben sie besonders häufig Probleme mit dem Wohnen angesprochen.
Schutz für Familien in einzelnen Zimmern
Caritas will das Mietrecht ändern: Wer ein Zimmer bewohnt, soll dieselben Schutzrechte erhalten wie andere Wohnungsmieter. Die Menschen sollen sich dort anmelden können und so Zugang zur Gesundheitsversorgung und zur Schulbildung ihrer Kinder bekommen. Caritas betont, dass es Familien nicht dauerhaft auf einzelne Zimmer verweisen will.
Auch bei Räumungen fordert das Hilfswerk neue Regeln. Betroffene sollen eine Entschädigung oder eine geeignete Ersatzwohnung erhalten, bevor sie ihr Zuhause verlassen müssen. Zudem verlangt Caritas Sozialwohnungen und Notunterkünfte.
Arbeit und Aufenthalt ohne zusätzliche Hürden
Bei Teilzeitverträgen sollen Arbeitgeber nach dem Vorschlag von Caritas künftig einen sachlichen Grund angeben müssen. Für Menschen ohne gesicherten Aufenthalt fordert das Hilfswerk Wege zu einer Aufenthaltserlaubnis, deren Voraussetzungen nicht an einen Arbeitsvertrag geknüpft sind. Außerdem will es die Familienzusammenführung stärken.
Weitere Forderungen betreffen die öffentliche Versorgung bei Zahn-, Augen- und Hörproblemen für Menschen in sozialer Ausgrenzung. Caritas hat seine Vorschläge nach eigenen Angaben bereits allen Parteien vorgestellt, die auf nationaler Ebene vertreten sind.
Themen: Migration · Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com