Maó auf Menorca: Chloridwerte bereiten in zwei Zonen Sorgen
Im Grundwasserleiter von Maó auf Menorca bereiten die Chloridwerte in zwei Zonen mehr Sorgen als in den übrigen Bereichen. Einen „alarmierenden Anstieg“ sieht die Regierung der Balearen insgesamt jedoch nicht: Die Werte folgten dem bisherigen Verlauf. Das sagte Juan Manuel Lafuente, zuständig für Meer und Wasserkreislauf, am Mittwoch, 4. November, vor einem Ausschuss des balearischen Parlaments.
Opposition vermisst aktuelle Messwerte
Die Abgeordnete Carolina Marquès von der sozialistischen Partei PSIB hatte Messdaten zum Grundwasser auf Menorca für die Jahre 2023 bis 2026 angefordert. Statt der Daten habe sie einen Verweis auf Internetseiten der Regierung erhalten. Dort seien die Angaben nach ihrer Darstellung seit dem vergangenen Jahr nicht aktualisiert worden.
Marquès sprach auch von einer „alarmierenden“ Lage in Migjorn und s’Albaida: Dort seien die Grundwasserstände um mehrere Meter gesunken. Menorca befinde sich weiterhin in der Vorwarnstufe wegen Trockenheit.
Regierung bestreitet Vertuschung
Lafuente wies den Vorwurf zurück, Informationen zurückzuhalten. Die Anfrage betreffe 223 Kontrollpunkte mit 3.940 Messungen und 1.115 Analysen. Diese Datenmenge habe die Regierung nicht vollständig in einer schriftlichen Antwort übermitteln können.
Die Daten seien über die angegebenen Portale zugänglich, sagte Lafuente. Zudem verfüge die Stadtverwaltung von Maó über die jüngsten Analysen. Einen alarmierenden Anstieg der Chloridwerte bestätigte er nicht – wohl aber, dass die Lage in zwei Zonen mehr Anlass zur Sorge gibt.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com