Mallorca: Christusstatue von 1934 im Franco-Streit
Der erhobene Arm einer Christusstatue bei Felanitx auf Mallorca sorgt für Streit um die Franco-Zeit. Am Dienstag, 27. Oktober, verteidigte die balearische Regierung das Denkmal im Parlament. Das spanische Ministerium für Territorialpolitik und demokratische Erinnerung will prüfen, ob die Statue in einen Katalog von Symbolen aufgenommen wird, die der demokratischen Erinnerungskultur widersprechen, und ob sie gegebenenfalls entfernt wird.
Ein erhobener Arm, zwei Deutungen
Die Statue auf dem Puig de Sant Salvador stammt nach Angaben der Regierung aus dem Jahr 1934 – und damit aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg und der Franco-Diktatur. Der Arm sei kein politischer Gruß: Nach Darstellung des Bistums segnet Jesus Christus damit die Bevölkerung von Felanitx. Im Katalog, den die damalige balearische Regierung 2019 erstellte, stand das Denkmal nicht.
Noch keine Mitteilung über ein Verfahren
Die balearische Regierung hat nach eigenen Angaben bislang keine Mitteilung des Ministeriums über den Beginn eines Verfahrens erhalten. Präsidialministerin Antònia Maria Estarellas sagte, die historische und symbolische Bedeutung des Denkmals müsse berücksichtigt werden. Auch die Bürger sollten zu Wort kommen. Ihre Regierung werde auf die Einhaltung der geltenden Regeln achten und das Kulturerbe verteidigen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com