Spanien: Colau will Wohnungen großer Fonds enteignen
In Málaga stellt Ada Colau am Freitag einen Plan vor, der großen Immobilienfonds Wohnungen entziehen soll. Die Spitzenkandidatin von Frente Amplio will ein Enteignungsgesetz in das Wahlprogramm für die spanische Parlamentswahl am 29. November aufnehmen. Damit wolle die Koalition Wohnungen zurückholen, die Investmentfonds gekauft haben.
Colau wirft ausländischen Fonds vor, Wohnungen günstig in großen Mengen zu kaufen und anschließend überhöhte Preise zu verlangen. Das Gesetz sei „durchaus umsetzbar“, sagt sie. Bislang ist es ein Wahlversprechen.
Erst die größten Wohnungsbestände
Der Plan soll schrittweise greifen: Zuerst wären Unternehmen mit mehr als 1.000 Wohnungen betroffen, danach solche mit mehr als 700 und zuletzt solche mit mehr als 50 Wohnungen. Laut Frente Amplio richtet sich der Vorschlag nur gegen Unternehmen. Familien mit einem Eigenheim oder einer vermieteten Wohnung sollen ausgenommen bleiben.
Weitere Pläne für den Wohnungsmarkt
Die Koalition will zudem alle städtischen Immobilien und Wohngrundstücke der Sareb verpflichtend dem öffentlichen Wohnungsbestand zuordnen. Bereits am Donnerstag hatte sie eine Steuer auf Vermögen von mehr als einer Million Euro vorgeschlagen. Der Satz soll bei zwei Prozent liegen und für Vermögen von mehr als 50 Millionen Euro auf drei Prozent steigen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com