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Correos-Protest: CSIF klagt über Personalmangel

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Beschäftigte von Correos sollen am Donnerstag, 17. September, vor den Hauptpostämtern jeder Provinz in Spanien demonstrieren. Die Gewerkschaft Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) ruft zu den Protesten gegen Personalmangel und prekäre Arbeitsverhältnisse bei dem öffentlichen Postunternehmen auf. Die Aktion ist Teil eines laufenden Mobilisierungsplans, der am Mittwoch, 30. September, mit einer Kundgebung in Madrid enden soll.

CSIF wirft Correos vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Dazu gehören laut Gewerkschaft mehr Personal, die 35-Stunden-Woche, Vollzeitstellen für Teilzeitkräfte und ein Plan zur Verjüngung der Belegschaft.

Mehr als 22.000 Jobs in zehn Jahren verloren

Nach Angaben von CSIF verlor Correos in den vergangenen zehn Jahren mehr als 22.000 Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten sei von 66.000 auf derzeit 44.000 gesunken, weil Ruhestände und Krankheitsausfälle nicht durch Verstärkungen ersetzt worden seien.

Mehr als 4.000 Beschäftigte arbeiten demnach in Teilzeit und verdienen zwischen 800 und 900 Euro. Besonders betroffen seien die Filialen: Dort konzentrierten sich laut Mitteilung 70 Prozent der Teilzeitverträge. Gleichzeitig würden diese Beschäftigten zu zusätzlichen Arbeitsstunden aufgefordert.

Tausende warten auf freiwilligen Ausstieg

Bei der Stellenausschreibung mit 7.757 Plätzen im Jahr 2023 seien mehr als 2.000 Teilzeitstellen vergeben worden. Fast drei Jahre später arbeite die Mehrheit dieser Beschäftigten laut CSIF weiter unter denselben Bedingungen, weil Versetzungsverfahren nicht vorankämen.

Zudem warteten nach Gewerkschaftsangaben mehr als 9.500 Arbeitskräfte seit über zwei Jahren auf angekündigte freiwillige Ausstiege. Die Belegschaft sei im Schnitt älter als 52 Jahre. Der Plan sieht für Beschäftigte, die vor dem 31. Dezember 2028 61 Jahre alt werden, die Möglichkeit eines freiwilligen Ausstiegs vor. Bislang habe es jedoch keinen einzigen solchen Ausstieg gegeben, kritisiert CSIF.

Sollte Correos nicht auf die Forderungen reagieren, schließt die Gewerkschaft weitere und entschlossenere Aktionen nicht aus.

Themen: Arbeitsmarkt

Quelle: Europa Press / Mallorca.com