Mallorca: Costa nennt MÉS im Kongress bedeutungslos
Im Parlament in Palma wird eine Frage zu Hilfen gegen hohe Lebenshaltungskosten am Dienstag, 6. Oktober, zum scharfen Wortwechsel. Die MÉS-Abgeordnete Maria Ramon will von Wirtschafts- und Finanzminister Antoni Costa wissen, wie die Regierung den Menschen helfen könnte, mit ihrem Geld bis zum Monatsende auszukommen. Costa wirft MÉS per Mallorca daraufhin einen „Kniefall“ vor Regierungschef Pedro Sánchez vor und nennt die Partei im spanischen Kongress „bedeutungslos“.
Costa sagt, MÉS habe Forderungen der balearischen Regierung nach schnellen Steuerentlastungen für Familien, junge Menschen sowie Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen ignoriert. Solche Maßnahmen könnten angesichts der Inflation infolge des Krieges im Nahen Osten die Haushalte entlasten, argumentiert er. MÉS ist derzeit mit einem Abgeordneten im Kongress vertreten, der zu Sumar gehört. Costa sagt voraus, die Partei werde auch nach der nächsten Parlamentswahl dort bedeutungslos bleiben.
Ramon hält dagegen: Die Regierung habe in dieser Legislaturperiode angesichts steigender Lebenshaltungskosten lediglich die Erbschaft- und Schenkungssteuer abgeschafft – und damit die Reichsten entlastet. MÉS fordert unter anderem einen eigenen Mindestlohn oder einen eigenen Mehrwertsteuersatz für die Balearen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com