Palma: CSIF protestiert wegen drei Vierteln pro Postbote
Vor dem Hauptpostamt von Correos in Palma protestieren am Donnerstag Beschäftigte gegen Personalmangel und prekäre Arbeitsbedingungen. Die Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) wirft dem öffentlichen Postunternehmen vor, zugesagte Verbesserungen für die Belegschaft nicht umzusetzen. Auf den Balearen müssen Briefträger laut Gewerkschaft teils drei Stadtviertel abdecken – manchmal zu Fuß.
CSIF zufolge hat die fehlende Personalverstärkung in den vergangenen zehn Jahren mehr als 22.000 Arbeitsplätze bei Correos gekostet. Von 44.000 Beschäftigten arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft mehr als 4.000 in Teilzeit und verdienen dabei weniger als 800 Euro.
Auf den Balearen fehlen 200 Stellen
Auf den Balearen seien innerhalb von nur zwei Jahren 200 Arbeitsplätze weggefallen, teilt CSIF mit. Die prekären und kurzen Verträge machten es auf den Inseln nahezu unmöglich, Personal zu finden, sagt die Sprecherin von CSIF Correos auf den Inseln, María Antonia Tarongí.
Die fehlenden Kräfte erhöhten die Belastung der Zusteller erheblich. Wenn ein Briefträger drei Stadtviertel versorgen müsse, verdreifache sich seine übliche Arbeitslast, so Tarongí. Seit 2019 seien die Krankmeldungen deshalb um 60 Prozent und die Arbeitsunfälle um 33 Prozent gestiegen.
Teilzeit besonders in den Filialen
Besonders in den Postfilialen sieht CSIF prekäre Beschäftigung: Dort entfielen 70 Prozent der Teilzeitverträge. Zugleich verlange Correos von diesen Beschäftigten zusätzliche Arbeitsstunden. Die Gewerkschaft fordert daher Vollzeitstellen, mehr Stabilität und attraktivere Verträge.
Themen: Arbeitsmarkt · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com