CUME für Familien: Neue Regeln kommen im Oktober
Familien, die CUME beziehen, sollen im Oktober neue Regeln für die Leistung erhalten. Das kündigte Sozialministerin Elma Saiz am Mittwoch im Kongress in Madrid an. CUME ist die Leistung für die Betreuung Minderjähriger mit Krebs oder einer anderen schweren Krankheit.
Saiz stellte zudem eine „unmittelbare“ Gesetzesinitiative in Aussicht. Sie soll die Altersgrenze in bestimmten Fällen überprüfen. Über den Verordnungsweg allein ließen sich nicht alle Fragen lösen, sagte die Ministerin.
Mehr Auswahl bei Gutachten und Zugang zur Leistung
Nach Angaben von Saiz übernimmt die neue Verordnung fast alle Verbesserungen, die Familienverbände gefordert hatten. Für Berichte sollen Betroffene künftig wahlweise den Hausarzt oder einen Facharzt nutzen können. Auch die bisherige Unvereinbarkeit mit Ausbildungspraktika soll entfallen.
Die Regierung will außerdem Situationen genauer fassen, die einem Krankenhausaufenthalt gleichgestellt sind. Beschäftigte mit einer tatsächlichen Teilzeit von höchstens 25 Prozent sollen künftig nicht mehr vom Zugang zum Zuschuss ausgeschlossen sein. Beim CUME-Betrag soll eine Arbeitszeitreduzierung wegen gesetzlicher Betreuung eines anderen Minderjährigen nicht berücksichtigt werden.
Kritik aus dem Parlament bleibt
Sumar-Abgeordnete Aina Vidal stellte die Frage, ob eine private Einrichtung mit wirtschaftlichen Interessen den Zugang zu einem Recht der Sozialversicherung verwalten solle. Sie sagte, Familien hätten weiterhin berechtigte Fragen zu bürokratischen Abläufen.
Auch die PNV-Abgeordnete Idoia Sagastizabal hält die angekündigte Reform für unzureichend. Sie vermisst unter anderem Antworten zu Facharztberichten, Inspektionsverfahren und spezialisierten Therapien. Saiz sagte dagegen, die Regierung habe Auslegungsprobleme aufgegriffen, mehr Rechtssicherheit geschaffen und den sozialen Schutz an reale Bedürfnisse angepasst.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com