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DAB+ in Spanien: Nationale Sender müssen umstellen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Spaniens landesweit sendende Radioanbieter müssen künftig auf DAB+ umstellen. Das hat die Regierung am Dienstag, 3. November 2026, in Madrid mit einem Dekret beschlossen. Für regionale und lokale Anbieter bleibt der Wechsel zunächst freiwillig.

Archivo - La ministra de Inclusión; Seguridad Social y Migraciones y portavoz del Gobierno, Elma Saiz, durante la rueda de prensa posterior al Consejo de Ministros, a 22 de septiembre de 2026, en Madrid (España). El Gobierno ha informado de cuáles han sid
Europa Press

DAB+ steht für Digital Audio Broadcasting Plus, eine Technik für terrestrisches Digitalradio. Nach Angaben des Ministeriums für digitale Transformation und öffentliche Verwaltung nutzt sie die verfügbaren Frequenzen effizienter und macht das Audiosignal weniger anfällig für Störungen. Die Betreiber der Sendenetze müssten dafür lediglich die Codierung anpassen. Eine Abschaltung der bisherigen DAB-Technik sei nicht nötig.

Warnungen direkt aufs Radio

DAB+ ermöglicht Mehrkanalton und zusätzliche Informationen als Text und Bild auf dem Display. Kompatible Geräte können außerdem automatische Warnungen empfangen. In Notfällen sollen Behörden damit gezielt die betroffenen Gebiete erreichen können.

Laut Ministerium steckt DAB+ bereits in neueren Empfangsgeräten. Neue Fahrzeuge, die in der Europäischen Union verkauft werden, müssen einen kompatiblen Empfänger haben.

RTVE muss seine Reichweite ausbauen

Für den öffentlich-rechtlichen Sender RTVE setzt das Dekret feste Ziele: Innerhalb von 30 Monaten soll sein Digitalradio 80 Prozent der Bevölkerung erreichen. Dazu zählen 70 Prozent der Orte mit mehr als 25.000 Einwohnern. Im selben Zeitraum muss RTVE auch 70 Prozent der Autobahnen und Schnellstraßen abdecken.

Wann regionale und lokale Sendungen ausschließlich über DAB+ laufen müssen, entscheiden später die jeweiligen autonomen Gemeinschaften. Einen einheitlichen Termin für diesen Schritt nennt das Dekret nicht.

Themen: Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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