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Mallorca: Darm-OPs mit Heilungsziel steigen auf 92 Prozent

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bei fortgeschrittenem Enddarmkrebs gelingt im Krankenhaus Son Espases in Palma auf Mallorca nach Einführung einer 3D-Operationsplanung deutlich häufiger ein Eingriff mit Heilungsziel: Der Anteil stieg von 48 auf 92 Prozent. Die am 26. Oktober gemeldeten Ergebnisse stellte Chirurg Álvaro García Granero bei einer klinischen Sitzung vor. Seit 2022 hat Son Espases 61 Patienten mit der Technik operiert.

Son Espases mejora el índice de supervivencia del cáncer colorrectal avanzado con un planificador quirúrgico pionero.
Europa Press

Weniger Rückfälle, bessere Überlebensraten

Bei den Patienten mit fortgeschrittenem Enddarmkrebs sank die Zahl der Rückfälle an derselben Stelle von 21 auf 0 Prozent. Der Anteil der Patienten, die nach drei Jahren ohne Rückfall lebten, stieg von 79 auf 100 Prozent.

Auch bei fortgeschrittenem Dickdarmkrebs verbesserten sich die Ergebnisse: Die Rückfallquote insgesamt fiel von 34 auf 8 Prozent. Die Überlebensrate nach drei Jahren stieg von 76 auf 88 Prozent.

Das zeigt die Planung vor der Operation

Aus medizinischen Bildern erstellt die Technik ein räumliches Modell der Anatomie. So können Chirurgen vor der Operation erkennen, wie der Tumor zu benachbarten Organen liegt. Das ist bei fortgeschrittenem Darmkrebs wichtig, weil der Tumor in angrenzende Strukturen hineinwachsen kann. Der Pilotversuch in Son Espases nutzt zudem mathematische Verfahren und künstliche Intelligenz, um solche Veränderungen genauer zu erkennen.

Die Bilder helfen auch beim Gespräch mit den Patienten. In einer landesweiten Studie änderten 38 Prozent der Chirurgen ihre ursprünglich geplante Operationstechnik, nachdem sie die 3D-Planung gesehen hatten.

Nach einer Schätzung auf Basis von Daten des balearischen Gesundheitsdienstes sparte Son Espases bei den 61 Eingriffen seit 2022 gegenüber herkömmlichen Operationen 141.000 Euro. Das Krankenhaus arbeitet außerdem mit Adema an einem tastbaren 3D-Simulator und plant, die Technik mit Roboterchirurgie und erweiterter Realität zu verbinden.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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