Spanien prüft Diesel-Hilfe für Bauern und Fischer
Teurer Diesel setzt Spaniens Bauern und Fischer unter Druck. Am 16. September prüft die Regierung neue Hilfen für beide Branchen, nachdem die Lage auf wichtigen Handelsrouten die Preise zusätzlich steigen ließ.
Landwirtschafts- und Fischereiminister Luis Planas nennt das Rote Meer und die Straße von Hormus als schlechte Nachrichten für die Öl- und Gasmärkte. Die starken Preissteigerungen treffen laut Planas die Landwirtschaft ebenso wie die Fischerei. Die Branche hatte bereits damit gedroht, ihre Schiffe festzumachen.
Bis zu 70 Prozent des Preisanstiegs
Die Regierung erwägt, die von der Europäischen Kommission genehmigten Instrumente zu nutzen. Sie erlauben bis zum 31. Oktober einen Ausgleich von bis zu 70 Prozent des Preisanstiegs gegenüber den früheren Preisen.
In den kommenden Wochen soll der Ministerrat über die Maßnahmen beraten und entscheiden. Planas sieht darin auch ein Mittel, um steigende Lebensmittelpreise für die Bürger zu bremsen.
665 Millionen Euro für Dünger
Bereits eingesetzt hat die Regierung ein Paket von 665 Millionen Euro gegen höhere Düngemittelpreise. Nach Angaben des Ministers flossen davon rund 400 Millionen Euro als Hilfen an mehr als 200.000 Landwirte und Viehhalter.
Planas betont, dass die Summe deutlich über den Hilfen anderer Staaten der Europäischen Union liege. Das zweitplatzierte Land komme dabei praktisch nicht über 50 Millionen Euro hinaus.
Themen: Landwirtschaft · Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com