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Spediteure fordern neue Dieselhilfen ab Oktober

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Spediteure in Spanien verlangen ab Oktober neue direkte Dieselhilfen. Der nationale Branchenverband Fenadismer fordert dafür in Madrid ein dringendes Treffen mit Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo. Die bestehende Entlastung komme nach Ansicht des Verbands nicht bei den Fahrern und Unternehmen an.

Archivo - Surtidos gasolinera.
Europa Press

Fenadismer verlangt ein Hilfspaket, das „wirksam, transparent und tatsächlich“ die Tanks von Lastwagen und Bussen erreicht. Die Regelung müsse sich grundlegend ändern, weil das bisherige System nach Darstellung des Verbands vor allem die Gewinne der Mineralölunternehmen erhöht habe.

Vorwurf gegen Mineralölkonzerne

Der Verband wirft den Konzernen vor, die im September in Kraft getretene Steuerermäßigung in ihre Handelsmargen eingerechnet zu haben. Deshalb sei der Dieselpreis an keinem Tag um die vorgesehenen 10 Cent pro Liter gesunken.

Fenadismer spricht von einem Scheitern des aktuellen Modells. Öffentliche Mittel zur Unterstützung des produktiven Sektors dürften nicht als außerordentliche Gewinne bei großen Energieunternehmen enden, heißt es in der Mitteilung.

Ölpreis belastet die Branche

Die Spediteure beschreiben die Lage im Transportsektor als kritisch. Nach ihrer Schätzung stieg der Ölpreis seit Jahresbeginn um 80 Prozent: von 60 Dollar je Barrel Anfang Januar auf inzwischen mehr als 110 Dollar.

Diese Kostensteigerung bedrohe die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Tausenden Selbstständigen und Transportunternehmen, warnt der Verband. Die Entwicklung werde sich nach seiner Einschätzung in den kommenden Monaten fortsetzen.

Themen: Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com