Drogenhandel auf den Balearen: Kein Ende in Sicht
Verschlüsselte Nachrichten machen Ermittlungen gegen Drogenhändler auf den Balearen schwer. Darauf wies Lola Rial am Dienstag, 20. Oktober, nach ihrer Ernennung zur stellvertretenden Leiterin der Staatsanwaltschaft der Balearen in Palma auf Mallorca hin. Sie hält es für unmöglich, den Drogenhandel zu beseitigen, solange Menschen Drogen konsumieren.
Ermittler stoßen auf verschlüsselte Plattformen
Rial kämpft seit 15 ihrer 17 Berufsjahre auf den Balearen gegen den Drogenhandel. In dieser Zeit hätten sich die Täter professionalisiert, sagte sie. Sie nutzten technische Mittel wie verschlüsselte Kommunikationsplattformen, die Ermittlungen erheblich erschwerten.
Fünf Staatsanwälte arbeiten gegen Drogenhandel
Rial will deshalb weiter eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Auf den Balearen befassen sich derzeit fünf Staatsanwälte mit Drogendelikten. Diese Zahl hält sie nicht für unzureichend.
Die Arbeit soll verhindern, dass sich Drogenhändler festsetzen und Geld über Immobilien oder Unternehmen waschen können. Rial spricht dabei von „Pflastern“: Maßnahmen gegen ein Problem, das aus ihrer Sicht nicht vollständig verschwinden wird.
Themen: Polizei
Quelle: Europa Press / Mallorca.com