Mehr E-Scooter-Unfälle: Staatsanwälte fordern Maßnahmen
Bei Unfällen mit E-Scootern und anderen persönlichen Mobilitätsfahrzeugen gibt es zunehmend schwere Verletzungen und Todesfälle. Europa Press berichtete am 13. September 2026 aus Madrid darüber. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert deshalb mehr Kontrollen, Sanktionen sowie Präventions- und Bildungsmaßnahmen.
Der Bericht der Staatsanwaltschaft für 2025 nennt die Nutzer dieser Fahrzeuge besonders gefährdet gegenüber motorisierten Verkehrsteilnehmern. Zugleich könnten sie Fußgänger gefährden. In mehreren Fällen liefen Strafverfahren wegen fahrlässiger Delikte gegen Nutzer, teils nach Unfällen mit Toten oder Schwerverletzten.
Anzeigen wegen Gehwegen, Handys und Mitfahrern
In einigen Städten häufen sich außerdem Verwaltungsanzeigen gegen Nutzer von E-Scootern und anderen persönlichen Mobilitätsfahrzeugen. Am häufigsten geht es laut Staatsanwaltschaft um Fahrten auf dem Gehweg.
Danach folgen Verstöße wegen zwei oder mehr Personen auf einem Fahrzeug, wegen der Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt sowie wegen Kopfhörern oder Ohrhörern. Schwierigkeiten bereitet den Ermittlern zudem die zuverlässige technische Einstufung mancher Fahrzeuge: Bei einzelnen besteht der Verdacht, dass es sich nicht um persönliche Mobilitätsfahrzeuge, sondern um Mopeds oder sogar Motorräder handelt.
Deutlich mehr Drogentests bei Fahrern
Die Staatsanwälte warnen außerdem vor einem seit 2023 zunehmenden und alarmierenden Anstieg von Verfahren wegen Drogenkonsums bei Fahrern. Sie sehen eine mögliche Verlagerung vom Alkoholkonsum zu anderen Substanzen.
2025 bearbeiteten die Behörden 60.492 Verwaltungsverfahren wegen Drogen. Die Zahl der Drogentests stieg auf 144.900, das waren 22.000 Tests mehr als im Jahr zuvor und ein Plus von 18 Prozent. Um 25 Prozent sank dagegen die Zahl der Verfahren wegen der Weigerung, Alkohol- oder Drogentests zu machen.
Bei Geschwindigkeitsverstößen gingen sowohl Anklagen als auch Verurteilungen leicht zurück: um 5 beziehungsweise 2 Prozent. Die Zahl der Verurteilungen bleibt laut Bericht dennoch die zweithöchste der gesamten Zeitreihe.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com