Ibiza: Eidechsen-Helfern drohen 6.000 Euro Strafe
Für die Menschen hinter einem Eidechsen-Schutzgebiet in Sant Joan auf Ibiza steht eine Strafe von 6.000 Euro im Raum. Die Balearen-Regierung hat ein Sanktionsverfahren eingeleitet und eine Strafe in dieser Höhe vorgeschlagen. Die Sozialisten der PSOE auf Ibiza fordern am 7. November, das Verfahren zurückzunehmen und dem Projekt stattdessen fachliche und administrative Hilfe anzubieten.
Invasive Schlangen setzen Eidechsen zu
Die Bestände der Pityusen-Eidechse gehen nach Angaben der PSOE zurück, weil sich invasive Schlangen ausbreiten. Deshalb sollten die Behörden Menschen mit ländlichen Grundstücken und Naturschutzorganisationen unterstützen, die diese heimische Art schützen wollen, so die Partei. Sie fordert wissenschaftliche Beratung und einen klaren Rahmen für solche Schutzgebiete.
PSOE erhebt weitere Vorwürfe
Die Sozialisten werfen der Regierung außerdem vor, europäische Fördermittel in Höhe von 85.412 Euro für ein Projekt zur Rattenbekämpfung auf Es Vedrà, Es Vedranell, S'Espalmador und Tagomago verfallen gelassen zu haben. Das Projekt sollte nach Angaben der Partei auch die dortigen Eidechsenbestände schützen.
Für das Schutzgebiet in Sant Joan fordert die PSOE nun Gespräche mit den Verantwortlichen, Naturschutzorganisationen und Wissenschaftlern. Sie sollen einen Weg finden, das Projekt unter rechtlichen und ökologischen Vorgaben fortzuführen.
Themen: Natur & Tiere · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com