Einsamkeit in Spanien: Jeder Fünfte fühlt sich allein
In Spanien fühlt sich jeder fünfte Mensch ungewollt einsam. Darauf weist die Vereinigung gegen Einsamkeit in einem Papier hin, das sie diese Woche in Madrid den Fraktionssprechern im Parlament übergeben hat. Vor der Parlamentswahl am 29. November fordert sie Risikokarten, um gefährdete Menschen gezielter zu erreichen.
Einsamkeit trifft nicht nur ältere Menschen
Nach Angaben der Vereinigung fühlen sich 14,6 Prozent der Menschen über 65 Jahre ungewollt einsam. In der gesamten spanischen Bevölkerung sind es 20 Prozent. Ein erhöhtes Risiko sieht der Verband unter anderem bei jungen Menschen, Obdachlosen, Menschen mit Behinderung und pflegenden Angehörigen ohne Entlastung.
Geschäfte und Dienste sollen Warnzeichen erkennen
Die Vereinigung schlägt strategische Pläne für Regionen, Gemeinden und Stadtviertel vor. Risikokarten sollen zeigen, welche Gruppen vor Ort besonders von Isolation oder sozialer Vernachlässigung bedroht sind. Lokale Organisationen, Geschäfte und wohnortnahe Dienste könnten helfen, Bedürfnisse früh zu erkennen.
Außerdem fordert der Verband eine gerechtere Verteilung der Sorgearbeit innerhalb und außerhalb der Familien. Auch Unternehmen sollen sich stärker gegen Einsamkeit engagieren; Städte sollen inklusiver werden.
Themen: Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com