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Balearen knacken ihr Elektroauto-Ziel deutlich

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Balearen liegt die Verbreitung von Elektrofahrzeugen bereits über dem Ziel für 2025. Das zeigt der am 15. September 2026 veröffentlichte Mobilitätsbericht der OBS Business School.

Archivo - Coche eléctrico
Europa Press

Damit gehören die Balearen neben Katalonien, der Valencianischen Gemeinschaft, den Kanaren, dem Baskenland und Navarra zu den Regionen, die das Ziel übertreffen. Madrid liegt mit 414 Prozent sogar beim Vierfachen des Vorgabewerts. Ceuta erreicht dagegen nur 33 Prozent, Extremadura 52 Prozent.

Spanien ist beim Ziel für 2030 noch weit entfernt

Trotz des erreichten Ziels für 2025 sind bis zum Ende des ersten Halbjahres 2026 erst 17,5 Prozent des Ziels von 5,5 Millionen Elektrofahrzeugen für 2030 erfüllt. Der Nationale Integrierte Energie- und Klimaplan setzt diese Marke für 2030.

Bei den Neuzulassungen wächst der Markt deutlich: Elektrifizierte Pkw legten im ersten Halbjahr um 37,9 Prozent zu und erreichten 21,8 Prozent aller Fahrzeuge. Reine Elektroautos überholten die Dieselmodelle, doch Pkw mit Stecker machen im gesamten Fahrzeugbestand weiter nur 2,3 Prozent aus.

Laden bleibt der Bremsklotz

Auch beim Laden sieht OBS eine große Lücke. Spanien erreicht nur rund 17 Prozent des Ziels von 340.000 Ladepunkten bis 2030 und verfehlt damit weiter die Vorgabe für 2023.

Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den Regionen: In Madrid kommen 37,7 Fahrzeuge auf einen Ladepunkt, in Extremadura 5,3. Als wichtigstes strukturelles Hindernis nennt der Bericht die Netzanschlüsse. Sie dauern in Spanien bis zu drei Jahre, in Nachbarländern dagegen fünf bis zwölf Monate. Diese Verzögerung habe 2026 bereits mehr als 263 Millionen Euro gekostet.

Themen: Tourismus · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com