Mieten und Energiepreise: Regierung berät neue Hilfen
Steigende Energiepreise setzen Familien und Unternehmen in Spanien unter Druck. In Madrid beriet die Regierung am Donnerstag, 17. September, mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über Schutzmaßnahmen nach dem 30. September. Dann laufen die bisherigen Maßnahmen aus dem Reaktionsplan auf den Krieg im Iran aus.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums stieg die allgemeine Inflation im August auf 4,25 Prozent. Das sind sieben Zehntel mehr als im Juli. Als Grund nennt das Ministerium vor allem teurere Energieprodukte.
Hilfen für Transport und Lebensmittelbranche im Blick
Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo kündigte an, die Familien weiter gegen steigende Preise unterstützen zu wollen. Besonders im Fokus stehen Berufsgruppen, die von den Kosten besonders betroffen sind, darunter Transport und Agro-Lebensmittelwirtschaft. Die Effekte träfen auch weitere Teile der Lieferkette.
In der kommenden Woche will die Regierung erneut mit den betroffenen Branchen sprechen. Dabei soll sie die Lage bewerten und prüfen, welche Hilfen nötig sein könnten.
Díaz fordert Mietgrenzen und Abgabe auf Raffinerien
Arbeitsministerin Yolanda Díaz fordert, die Schutzmaßnahmen zu verlängern, Mieten zu begrenzen und die Raffineriebranche stärker zu belasten. Außerdem soll die sogenannte iberische Ausnahme zurückkehren. Diese Vorschläge veröffentlichte Díaz nach dem Treffen im sozialen Netzwerk Bluesky.
Die Gewerkschaften Unión General de Trabajadores und Comisiones Obreras verlangen ebenfalls, die bisherigen Maßnahmen beizubehalten und den Schutz auszubauen. Comisiones Obreras fordert zudem eine Leistung von mindestens 300 Euro für Familien unterhalb des mittleren Einkommens. Davon könnten nach Angaben der Gewerkschaft rund 10 Millionen Menschen profitieren.
Die Vorschläge sind noch keine beschlossenen Maßnahmen. Auch eine zeitlich begrenzte Steuersenkung auf Benzin und Diesel hält Comisiones Obreras für möglich – allerdings nur, wenn sie nicht die Gewinnmargen der Unternehmen erhöht.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com