Palma wartet mindestens bis 2029 auf Entsalzungs-Umbau
Der Umbau der Entsalzungsanlage in der Bucht von Palma soll laut Wasserallianz frühestens 2029 fertig sein. Die Allianz kritisiert am 23. September die langsame Umsetzung des Wasserplans der Balearen für 2022 bis 2027. Auf Mallorca sind bislang 196,6 Millionen Euro von vorgesehenen 830 Millionen Euro für Projekte vergeben.
Der Wasserplan sieht auf den Balearen insgesamt 1.477,9 Millionen Euro für rund 400 Maßnahmen vor. Nach Angaben der Allianz sind erst 23 Prozent der vorgesehenen Projekte vorangetrieben worden. 65 Prozent entfallen demnach auf nur drei Bauvorhaben.
Knapp ein Viertel der Mallorca-Projekte vergeben
Auf Mallorca liegt der Anteil der vergebenen Arbeiten bei 23,7 Prozent. Das größte Vorhaben ist die umfassende Modernisierung der Entsalzungsanlage in der Bucht von Palma. Der Auftrag über 41,3 Millionen Euro ist gerade vergeben worden.
Mit einer schnellen Entlastung rechnet die Allianz nicht: Die Anlage werde mindestens bis 2029 nicht fertig. Die Wasserallianz fordert deshalb, neue Bauentwicklungen an die tatsächlich vorhandene Kapazität der Abwasser-Infrastruktur zu knüpfen und die bereits finanzierten Projekte schneller umzusetzen.
Behörden vergeben nur einen Teil der vorgesehenen Mittel
Die Landesregierung hat laut Analyse 111,7 Millionen Euro für Arbeiten vergeben, für die sie zuständig ist. Das entspricht 21,5 Prozent. Gemeinden und ihre Unternehmen vergaben 125 Millionen Euro oder 26 Prozent ihrer vorgesehenen Projekte.
Die Allianz bezeichnet die Verzögerungen als systemisches Problem, das sich über mehrere Legislaturperioden ziehe. Der neue Wasserplan für 2028 bis 2033 werde sonst einen Teil der unerledigten Maßnahmen aus dem aktuellen Plan übernehmen. Gefordert werden ein konkreter Zeitplan für offene Vorhaben, eine stabile Finanzierung für kommunale Maßnahmen und schneller arbeitende Verwaltungen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com