Palmas Escoletes: Erzieherinnen verlieren über 500 Euro
Erzieherinnen an den extern vergebenen Escoletes in Palma verlieren laut Gewerkschaften inzwischen mehr als 500 Euro im Monat. Die neue Vergabe für die Einrichtungen der Bildung 0-3 steckt weiter fest. UGT und CCOO machten den Stillstand am 24. September öffentlich und fordern von der Stadtverwaltung Palma schnelle Entscheidungen.
Der neue Vertrag sollte nach Angaben der Gewerkschaften die vereinbarten Maßnahmen umsetzen, die Arbeitsbedingungen verbessern und den Dienst stärken. Bürgermeister Jaime Martínez habe zugesagt, dass die Vergabe im Februar 2026 laufen werde. Stattdessen hätten die Verzögerungen für die Beschäftigten sieben weitere Monate mit unsicheren Arbeitsverhältnissen und finanziellen Einbußen bedeutet.
Zusage zur Entschädigung steht weiter aus
Die Gewerkschaften kritisieren Monate mit Verzögerungen, Fehlern und mangelndem Engagement der Stadtverwaltung, die auf Mallorca auch Cort genannt wird. Bildungsstadträtin Lourdes Roca habe zudem eine Entschädigung für die Verluste durch die Verzögerungen zugesagt. Auch diese Zusage sei bislang nicht erfüllt worden, erklären UGT und CCOO.
Die neue Vergabe soll nach Darstellung der Organisationen einen Modellwechsel für die Bildung von 0 bis 3 Jahren auf den Balearen einleiten. Die Gewerkschaften verlangen, diese Bildungsstufe anzuerkennen, die Bedingungen der Fachkräfte aufzuwerten und die Betreuung der Kinder zu verbessern.
Einspruch verzögert den neuen Vertrag
Eine der Firmen im Vergabeverfahren hat Einspruch eingelegt. Den Inhalt kennen UGT und CCOO nach eigenen Angaben nicht. Deshalb bewerten sie weder die Argumente noch stellen sie das Recht auf den Einspruch infrage.
Sie warnen aber, dass sich mit dem Verfahren der Start des neuen Vertrags und damit die Umsetzung der Verbesserungen erneut verschiebt. Sollte die Vergabe nicht umgehend abgeschlossen werden, wollen die Gewerkschaften die Proteste wieder aufnehmen.
Themen: Arbeitsmarkt · Politik · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com