Bis zu 300 Prozent mehr für Transport: PP will EU-Hilfe
Wer auf einer europäischen Insel lebt, kann laut der EU-Abgeordneten Rosa Estarás bis zu 300 Prozent mehr für Transport zahlen. Am 9. Oktober forderte ihre Partei, die PP, im Europäischen Parlament einen Ausgleich für die Mehrkosten des Insellebens. Estarás und ihr Parteikollege Gabriel Mato sprachen in einer Debatte über die EU-Strategie für Inseln, Küstenregionen und Gebiete in äußerster Randlage.
Estarás nannte weitere mögliche Mehrkosten: 130 Prozent beim Wohnen und zwischen 30 und 50 Prozent bei öffentlichen Dienstleistungen. Mehr als 17 Millionen Europäer lebten auf über 4.000 bewohnten Inseln. Die PP verlangt, dass die EU deren besondere Bedingungen in ihren Gesetzen und im nächsten Haushalt berücksichtigt – mit konkreten Maßnahmen und ausreichend Geld.
Mato begrüßte geplante Gesetzesinitiativen der Europäischen Kommission. Zugleich vermisst er eine klare Zusage für die Fortführung von Posei, einem EU-Programm für abgelegene Inselgebiete, das er für die Landwirtschaft und die Wirtschaft der Kanarischen Inseln als wichtig bezeichnet. Entscheidend sei nun, ob die Zusagen der Strategie im nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ankommen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com