Balearen: Estaràs warnt vor verwässertem EU-Sozialfonds
Geld für inklusive Arbeitsplätze und soziale Teilhabe soll im nächsten EU-Haushalt klar erkennbar bleiben. Das fordert die balearische Europaabgeordnete Rosa Estaràs am Donnerstag, 1. Oktober, im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments. Sie warnt davor, dass der Europäische Sozialfonds in der geplanten Neuordnung der EU-Fonds seinen eigenen Schwerpunkt verliert.
Der Fonds finanziert unter anderem Programme für Menschen mit Behinderung, zur beruflichen Qualifizierung und zur sozialen Teilhabe. Für den Haushaltszeitraum 2028 bis 2034 verlangt Estaràs deshalb einen eigenständigen Fonds mit klaren sozialen Zielen und gesondert ausgewiesenen Mitteln. Ob sich die Vorschläge der Europäischen Kommission auf bestehende Programme auswirken würden, geht aus der Mitteilung des Partido Popular nicht hervor.
Estaràs will außerdem verhindern, dass die Verwaltung der Mittel zu stark zentralisiert wird. Die Regionen sollen weiter an Planung und Umsetzung beteiligt sein. Auch die spanische Abgeordnete Irene Garrido sprach sich in der Debatte für diese gemeinsame Verwaltung aus. Sie warnte, eine zu starke Bindung der Förderung an schnelle Ergebnisse könne Menschen benachteiligen, die länger soziale Unterstützung benötigen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com