EU-Tourismusplan: Impulsa aus Palma sieht eigene Ideen
Nicht nur die Zahl der Gäste, sondern auch der Wert des Tourismus soll in Europas neuer Strategie zählen. Die Europäische Kommission stellte den Plan am Mittwoch vor. Am 5. November verweist die Stiftung Impulsa Baleares aus Palma auf Mallorca auf zwei Stellungnahmen, an denen ihr technischer Direktor Antoni Riera als Fachberater mitarbeitete.
Zwei Stellungnahmen als Grundlage
Die erste Stellungnahme verabschiedete der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss am 27. Februar 2025 einstimmig. Sie schlägt vor, den Erfolg des Tourismus nicht allein an Besucherzahlen zu messen und die natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen der Reiseziele zu stärken.
Die zweite Stellungnahme verabschiedete der Europäische Ausschuss der Regionen am 10. Dezember 2025 ebenfalls einstimmig. Berichterstatterin war die balearische Regierungspräsidentin Marga Prohens. Der Text fordert, Besucherströme anhand von Daten zu steuern, Regionen und Gemeinden stärker einzubeziehen und das Wohlbefinden der Einwohner zu berücksichtigen.
Was noch offen ist
Nach Angaben von Impulsa sieht der EU-Plan unter anderem ein Tourismus-Observatorium, eine Akademie und Werkzeuge für Reiseziele vor. Die Kommission plant die Umsetzung ihrer Maßnahmen hauptsächlich ab 2027.
Die Stiftung betont aber, dass die Kommission ihre Empfehlungen nicht vollständig übernommen hat. Offen seien etwa Finanzierungsinstrumente für stark vom Tourismus belastete Reiseziele, soziale und ökologische Kennzahlen sowie ein stärker auf Inseln zugeschnittener Ansatz. Für die Balearen hält Impulsa auch den Bezug zu Wohnraum, grundlegenden Dienstleistungen und sozialem Zusammenhalt für besonders wichtig.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com