Menorca fordert eigene Wohnregeln von Europa
Auf Menorca sollen Behörden den Wohnungsmarkt leichter vor Druck durch Tourismus und externe Nachfrage schützen können. Més per Menorca fordert deshalb Sonderregeln für Inseln im geplanten europäischen Gesetz für bezahlbares Wohnen. Am 15. September verlangte die Partei, die besonderen Bedingungen auf Menorca ausdrücklich anzuerkennen.
Die Europäische Kommission hatte ihren Vorschlag am 9. September vorgelegt. Er soll einen Rahmen schaffen, mit dem staatliche und lokale Verwaltungen unter anderem den Kauf von Wohnungen durch Nichtansässige begrenzen oder die touristische Vermietung strenger regeln können.
Inseln sehen stärkeren Druck auf Wohnungen
Més per Menorca begründet die Forderung mit der starken Abhängigkeit vom Tourismus, dem begrenzten Raum und dem Druck auf den Wohnungsmarkt. Dazu komme Nachfrage von außerhalb. Für Inseln dürften daher nicht dieselben Voraussetzungen gelten wie für Gebiete auf dem Festland, erklärte der Generalkoordinator Esteve Barceló.
Nach Ansicht der Partei dürfen die Bedingungen für Einschränkungen beim Kauf durch Nichtansässige und bei Ferienvermietungen nicht praktisch unerfüllbar sein. Die Institutionen Menorcas und anderer Inselgebiete müssten Wohnraum für Menschen schützen können, die dort leben und arbeiten.
Partei will Einfluss im Europaparlament nehmen
Das Gesetzgebungsverfahren im Europäischen Parlament beginnt nun. Més per Menorca arbeitet nach eigenen Angaben mit der Europäischen Freien Allianz zusammen, um den Vorschlag zu prüfen und Einfluss auf die weitere Beratung zu nehmen.
Ziel ist eine europäische Regelung, die die Insellage ausdrücklich berücksichtigt und den betroffenen Gebieten wirksame Instrumente zum Schutz des Wohnungsmarkts gibt.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com