Extreme Hitze: Frühgeburtsrisiko steigt um 26 Prozent
Extreme Hitze kann das Risiko einer Frühgeburt um 26 Prozent erhöhen. Darauf weisen Studien hin, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer Mitteilung vom 21. Oktober 2026 anführt. Gemeinsam mit der Weltorganisation für Meteorologie, UNICEF und dem UN-Bevölkerungsfonds hat sie einen weltweiten Rahmen vorgestellt, mit dem Länder die gesundheitlichen Folgen von Hitze für Schwangere, Neugeborene und Kinder erfassen können.
Mehr Hitzetage für Babys
Im Jahr 2024 erlebten Babys unter einem Jahr 389 Prozent mehr Hitzewellentage als im Vergleichszeitraum von 1986 bis 2005. Weltweit sind nach Schätzungen 1,5 Milliarden Kinder Hitzewellen ausgesetzt, die häufiger, länger und heftiger werden.
Der neue Rahmen empfiehlt unter anderem, Früh- und Totgeburten, niedriges Geburtsgewicht und Todesfälle bei Kindern zu beobachten. Auch Besuche in Gesundheitseinrichtungen während extremer Hitze und die Teilnahme am Schulunterricht sollen erfasst werden.
Gesundheitsdienste sollen früher reagieren
Länder können Gesundheitsdaten mit Temperaturdaten abgleichen, um ungewöhnliche Veränderungen während Hitzeperioden zu erkennen und weiter zu untersuchen. Die WHO rät außerdem, Gesundheitseinrichtungen auf mehr Nachfrage vorzubereiten und Warnungen für Schwangere und ihre Familien zu verstärken.
Alle Länder sollen nach Empfehlung der WHO eigene Gesundheitspläne für Hitze entwickeln. Dazu gehören Frühwarnsysteme und Maßnahmen, die bei steigenden Risiken greifen.
Themen: Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com