Andratx: Fake-SMS kostet 111.000 Euro – Geld zurück
Die 111.000 Euro sind wieder auf dem Konto eines Unternehmers aus Andratx auf Mallorca. Am Donnerstag bekam er das Geld zurück, das Betrüger ihm nach einer gefälschten Sicherheitswarnung vom 10. September abgenommen hatten. Die Guardia Civil sucht weiter nach den Verdächtigen.
Ein Anruf, dann der Zugriff aufs Gerät
Die gefälschte SMS erschien im selben Nachrichtenverlauf wie echte Mitteilungen der Bank. Sie warnte vor einem angeblich neu aktivierten Gerät für das Firmenkonto und forderte den Unternehmer auf, eine angegebene Nummer anzurufen, falls er das Gerät nicht selbst aktiviert hatte.
Am Telefon gaben sich die Betrüger als Bankmitarbeiter aus. Sie brachten den Unternehmer dazu, die Fernzugriffs-App AnyDesk herunterzuladen. Damit übernahmen sie sein Gerät und überwiesen ohne seine Zustimmung 111.000 Euro auf ein Konto in den Niederlanden.
Bank sperrt das Konto, Geld fließt zurück
Nach der Anzeige des Unternehmers erreichten Fachleute der Guardia Civil mit Unterstützung von Europol, dass die niederländische Bank das verdächtige Konto sperrte. Eine europäische Anordnung zur Sicherstellung und Einziehung ermöglichte die Rückzahlung. Knapp einen Monat nach der SMS war das Geld wieder beim Unternehmer. Die Ermittler suchen weiter nach den mutmaßlichen Betrügern.
Die Guardia Civil rät, SMS kritisch zu prüfen und bei Banken eine zusätzliche Bestätigung für Zahlungen einzurichten. Wer einen Betrug vermutet, sollte nach ihren Angaben Zahlungsmittel sperren, Anzeige erstatten, unberechtigte Abbuchungen bei der Bank beanstanden und Informationen zur Zahlung sammeln.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com