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Rund 200 Euro pro Kind: Großfamilien fordern Hilfe

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für jedes Kind sollen Familien bis zum 18. Geburtstag rund 200 Euro im Monat bekommen – vom ersten Kind an, ohne Ausnahme. Der spanische Verband kinderreicher Familien (FEFN) hat am 22. Oktober in Madrid zehn Forderungen vorgestellt. Er will sie den Parteien vor der Wahl am 29. November übermitteln.

Archivo - Una familia en el parque de El Retiro.
Europa Press

Der Verband begründet die geforderte Leistung mit den Kosten für Erziehung und Bildung. Nach seinen Angaben betrifft Armut fast ein Drittel der Kinder in Spanien. Zudem kritisiert er, dass manche Hilfen bei der Berechnung nur bis zum dritten oder vierten Kind reichen.

Mehr Zeit und Hilfe im Alltag

Für kinderreiche Familien fordert der Verband beim Urlaub nach der Geburt eine zusätzliche Woche pro Elternteil. Familien mit vier, fünf oder mehr Kindern hätten einen höheren Betreuungsbedarf, argumentiert er.

Auch beim Schulessen soll es Unterstützung geben: Beihilfen sollen den Zugang sichern, weil die Kosten laut Verband bei rund 120 Euro pro Kind und Monat liegen. Bei kommunalen Abgaben sowie Wasser- und Stromkosten verlangt er, die Größe einer Familie stärker zu berücksichtigen.

Sonderstatus schon ab vier Kindern

Familien mit mindestens vier Kindern sollen nach dem Willen des Verbands als kinderreiche Familien der besonderen Kategorie gelten. Außerdem fordert er bessere Steuervergünstigungen, die Ausgaben etwa für Wohnen, Bildung und Betreuung berücksichtigen.

Der Verband will auch die Regeln für getrennte Eltern ändern: Bisher verliere ein Elternteil bei Trennung oder Scheidung automatisch seinen Platz im entsprechenden Nachweis, obwohl er weiter elterliche Pflichten erfülle. Dieser Nachweis soll künftig erhalten bleiben, bis das jüngste Kind bei fortgesetzter Ausbildung 26 Jahre alt wird.

Themen: Soziales

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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