Fangverbote im Menorca-Kanal: Mallorcas Fischer wehren sich
Fischern aus Alcúdia, Pollença und Cala Rajada auf Mallorca könnten im Menorca-Kanal Fanggebiete wegfallen. Am Donnerstag, 22. Oktober, trafen sich Vertreter der Fischerzünfte aus Menorca und Nordmallorca in Ciutadella auf Menorca mit dem balearischen Landwirtschafts- und Fischereiminister Joan Simonet. Sie berieten über neue Beschränkungen für die Berufsfischerei, die das spanische Ministerium für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen plant. Simonet lehnt es ab, die Sperrzonen für die Schleppnetz- und Langustenfischerei auszuweiten.
Warum die Regierung weitere Sperrzonen ablehnt
Seit 2016 ist die Schleppnetzfischerei in zwei Gebieten des Menorca-Kanals mit zusammen rund 1.300 Quadratkilometern verboten. Die Sperren sollen Korallengründe und Felder aus Rhodolithen, einer Form von Kalkalgen, schützen. Simonet sagt, die bestehenden Verbote schützten diese Lebensräume bereits. Nach Einschätzung der balearischen Fischereibehörde rechtfertigen die ausgewerteten wissenschaftlichen Daten keine Ausweitung.
Das Spanische Institut für Ozeanografie hat dokumentiert, dass sich gefährdete Lebensräume nach den Verboten erholt haben. Der Generaldirektor für Fischerei fordert, vor jeder Änderung aktuelle Karten und die Folgen für die Fischerei zu prüfen.
Fischer und Regierung wollen gemeinsam vorgehen
Weniger verfügbare Fanggebiete könnten nach Angaben der balearischen Regierung die Flotten aus Ciutadella, Alcúdia, Pollença und Cala Rajada treffen. Die Regierung und Vertreter der Fischer vereinbarten deshalb in Ciutadella, ihre Ablehnung der geplanten Beschränkungen gemeinsam gegenüber dem spanischen Staat vorzubringen. Sie verlangen außerdem, die betroffenen Fischer an der Ausarbeitung möglicher Änderungen zu beteiligen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com