Feijóo: Spanien fehlen bis zu eine Million Wohnungen
Auf einem Kongress der Familienunternehmen in Madrid macht Alberto Núñez Feijóo am 5. Oktober die Wohnungsnot zum Angriffspunkt gegen die Regierung von Pedro Sánchez. Der Chef der konservativen Volkspartei spricht von einem Defizit zwischen 750.000 und einer Million Wohnungen in Spanien. Dabei beruft er sich auf Zahlen der Banco de España. Die Wohnungspolitik sei der „große Misserfolg“ der Regierung, sagt Feijóo.
Später Auszug aus dem Elternhaus
Feijóo zufolge ziehen junge Menschen in Spanien erst mit über 30 Jahren von zu Hause aus. Für die Europäische Union nennt er einen Wert von 26 Jahren. Als weiteres Problem führt er an, dass in Spanien von 2019 bis 2023 besonders wenige neue Wohnungen entstanden seien. Für spätere Jahre lägen ihm noch keine abgeschlossenen Zahlen vor.
Feijóo setzt auf Neubauten
Feijóo will rund 250.000 Wohnungen pro Jahr bauen lassen. Das könne nach seiner Einschätzung zwischen 500.000 und 600.000 Arbeitsplätze schaffen. Außerdem fordert er ein neues Bodengesetz, um verfügbares Bauland zu erschließen, und Steuererleichterungen für junge Menschen beim Zugang zu Wohnraum.
Ob Feijóo diese Pläne umsetzen kann, hängt von der für den 29. November angesetzten Parlamentswahl ab. Er stellt sie für den Fall eines Wahlsiegs seiner Partei in Aussicht. Konkrete Auswirkungen für Mallorca nennt er nicht.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com