Wohnungsnot in Spanien: Feijóo will eine Million Wohnungen
Eine 87-Jährige wurde vergangene Woche aus ihrer Wohnung geräumt. Am Montag, 28. September 2026, greift Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo in Madrid den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez wegen der Wohnungsnot an. Feijóo wirft dessen Regierung Versagen vor und will eine Million neue Wohnungen bauen lassen.
Feijóo greift Sánchez vor geplantem Erlass an
Vor dem Parteivorstand der konservativen Volkspartei PP spricht Feijóo von „acht verlorenen Jahren“ in der Wohnungspolitik. Dass die Regierung das Problem nun mit einem Erlass angehen will, den der Ministerrat am Dienstag beschließen soll, hält er für zu spät. Er behauptet, unter Sánchez gebe es jährlich 25.000 Zwangsräumungen.
Feijóo nennt dabei den Fall der geräumten Maricarmen Abascal. Sie ist 87 Jahre alt. Seine Kritik verbindet er mit der Forderung nach einem Regierungswechsel.
Eine Million Wohnungen und Steuervorteile
Feijóo will eine Million neue Wohnungen bauen, öffentliche Grundstücke dafür nutzen und Genehmigungen beschleunigen. Zudem schlägt er Anreize für bezahlbare Mietwohnungen in Neubauprojekten vor.
Junge Menschen sollen nach seinem Plan beim Zugang zu einer Wohnung 60 Prozent weniger Steuern zahlen. Unter anderem will er die Grunderwerbsteuer von 10 auf 4 Prozent senken. Für Menschen in schwierigen Lebenslagen fordert er Unterstützung, solange die Wohnungsnot anhält.
Themen: Streiks · Arbeitsmarkt · Wohnen & Immobilien · Polizei · Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com