Ferienwohnungen: Minister will Verbote je nach Stadt
Ferienwohnungen könnten in manchen Städten ganz verschwinden – zumindest nach dem Willen von Spaniens Tourismusminister Jordi Hereu. Bei der Eröffnung der VI. Turespaña-Konvention in Zaragoza sagte er am Mittwoch, 21. Oktober 2026, je nach Stadt müsse das Angebot reguliert oder abgeschafft werden. Außerdem sprach er sich für Tourismusabgaben aus.
Regeln und Abgaben für den Tourismus
Für Regeln zum Angebot an Ferienwohnungen sind laut Hereu die Regional- und Kommunalregierungen zuständig. Grenzen für den Markt sollen das Verhältnis zwischen Tourismus und Anwohnern schützen. Bei der Tourismuspolitik müssten neben Gästen auch Einwohner, Beschäftigte und Unternehmer im Blick bleiben.
Tourismusabgaben sollen nach Hereus Vorstellung negative Folgen des Tourismus mindern. Städte und Regionen könnten die Einnahmen in die Lebensqualität ihrer Bürger investieren. Konkrete neue Regeln oder Abgaben kündigte er nicht an.
Mehr Tourismus außerhalb des Sommers
Hereu will Reiseziele über das Jahr hinweg besser verteilen und weniger besuchte Regionen stärken. Nach seinen Angaben wachsen die früher als Neben- und Zwischensaison bezeichneten Reisezeiten stärker als der Sommer. Die spanische Regierung habe 3.500 Millionen Euro in den Umbau des Tourismusmodells investiert, davon fast 200 Millionen Euro in Projekte in Aragón.
Themen: Tourismus
Quelle: Europa Press / Mallorca.com