Fettreiche Kost: Forscher finden Spur zum Denkabbau
Tiere, die dauerhaft fettreiches Futter bekamen, zeigten in Versuchen kognitive Beeinträchtigungen und Veränderungen im Hirngewebe. Das berichten Forschende um Gonzalo Herradón und Mª del Pilar Ramos in einer Studie, über die am 27. Oktober 2026 aus Madrid informiert wurde. Die in „Biomedicine & Pharmacotherapy“ veröffentlichte Arbeit untersucht, wie fettreiche Kost Gehirn und Verhalten beeinflusst.
Ein Signalweg rückt in den Fokus
Die Forschenden untersuchten neben dem Verhalten der Tiere auch die Struktur und Funktion ihres Gehirns. Dabei betrachteten sie Entzündungsprozesse im Nervengewebe, die mit Fettleibigkeit zusammenhängen. Ihre Ergebnisse weisen auf die Rolle des Proteins Pleiotrophin und seines Rezeptors RPTPB/Z beim kognitiven Abbau hin.
Noch keine Therapie für Menschen
Mit genetischen und pharmakologischen Methoden veränderte das Team die Aktivität dieses Signalwegs. Nach Angaben der Forschenden verringerte das die Entzündung im Nervengewebe und verhinderte kognitive Beeinträchtigungen bei den untersuchten Tieren. Sie sehen darin einen möglichen Ansatz für künftige Therapien. Ob sich die Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, zeigt die Studie nicht.
Themen: Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com