320.000 Euro mit gekaperten Mails: Prozess in Palma
Drei Unternehmer überwiesen insgesamt 320.000 Euro auf Konten, die laut Anklage drei Männer kontrollierten. Die Männer stehen an diesem Dienstag, 6. Oktober, um 10.30 Uhr in Palma auf Mallorca vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, sich per E-Mail als eine deutsche Obst- und Gemüsehandelsfirma ausgegeben zu haben.
Drei Mails, drei Zahlungen
Die betroffenen Unternehmer hatten Geschäftsbeziehungen zu der deutschen Firma. Im November 2019 erfuhren die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft von offenen Zahlungen an das Unternehmen. Wie sie an diese Informationen gelangten, ist nicht geklärt.
Nach Darstellung der Anklage übernahmen die Männer dreimal das E-Mail-Konto der Firma. Sie forderten von den Unternehmern Zahlungen über 70.000, 100.000 und 150.000 Euro. Das Geld ging auf Konten der Angeklagten, die es anschließend abhoben.
Staatsanwaltschaft fordert Haft und Rückzahlung
Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern Computerbetrug vor. Sie fordert Haftstrafen von insgesamt zwölfeinhalb Jahren, Geldstrafen von zusammen 9.600 Euro und die Rückzahlung der 320.000 Euro.
Für die einzelnen Angeklagten beantragt sie drei Jahre, vier Jahre und fünfeinhalb Jahre Haft. Bei einem von ihnen berücksichtigt sie eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung aus dem Jahr 2018 als erschwerenden Umstand.
Themen: Gerichtsprozesse
Quelle: Europa Press / Mallorca.com