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Balearen-Forscher prüfen Fischbestände vor Irland

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

15 Forschende des Instituto Español de Oceanografía, darunter aus den Balearen, untersuchen westlich von Irland Fischbestände. An Bord des Forschungsschiffs „Vizconde de Eza“ startet die 26. Porcupine-Kampagne 2026.

Buque oceanográfico Vizconde de Eza
Europa Press

37 Tage lang arbeitet das Team am Porcupine Bank, einer unterseeischen Erhebung rund 200 Kilometer westlich von Irland im Nordatlantik. Das Gebiet ist für die spanische und internationale Fischereiflotte von großer Bedeutung.

80 Einsätze am Meeresboden

Unter Leitung von Francisco Baldó vom Ozeanografischen Zentrum Cádiz plant das Team 80 Schleppnetz-Einsätze am Meeresboden. Untersucht werden bodennahe und am Grund lebende Fischbestände sowie weitere Organismen.

Die Forschenden erfassen Häufigkeit, Verteilung, Größen, Wachstum und Fortpflanzung wichtiger Arten. Dazu gehören Seehecht, Seeteufel, die als „gallos“ bezeichneten Plattfischarten Lepidorhombus whiffiagonis und L. boscii sowie Kaisergranat.

Zusätzlich misst das Team Temperatur, Salzgehalt und gelösten Sauerstoff im Wasser. Diese Werte sollen helfen zu verstehen, wie die Umwelt die Verteilung der Arten beeinflusst.

Neue digitale Datenerfassung an Bord

Erstmals testet das Instituto Español de Oceanografía während der Kampagne das digitale Datensystem „datos icrOS“ im laufenden Betrieb. Es verbindet digitale Messgeräte für Fische, automatische Gewichtserfassung und eine zentrale Datenbank.

Die Ergebnisse sollen Verbesserungen für einen möglichen Einsatz in weiteren Kampagnen und Programmen des Instituts liefern. Die Porcupine-Kampagne läuft seit 2001 und ihre Daten fließen in internationale Bewertungen des Internationalen Rates für Meeresforschung ein. Sie bilden eine Grundlage für Empfehlungen zur Fischereiverwaltung in der Gemeinsamen Fischereipolitik.

Quelle: Europa Press / Mallorca.com