Kanal von Menorca: Fischer gegen neue Fangregeln
Im Kanal von Menorca wehrt sich die Fischerorganisation OPMallorcamar gegen zusätzliche Fangbeschränkungen. Sie fordert am 30. Oktober eine konkrete wissenschaftliche Begründung für mögliche neue Regeln. Anlass ist eine Studie der Universität der Balearen: Vier Arten weisen in einem Gebiet, in dem die Schleppnetzfischerei seit 2016 verboten ist, eine höhere genetische Vielfalt auf.
Studie zeigt Unterschiede – Fischer verlangen Belege
An der Untersuchung waren auch das Ozeanografische Zentrum der Balearen und das Institut für Meeresforschung beteiligt. OPMallorcamar erkennt den Wert der Ergebnisse an und will sie bei der Beobachtung und Verwaltung des Gebiets berücksichtigt sehen.
Aus Sicht der Organisation zeigt die Studie aber nicht, wo weitere Sperrgebiete liegen oder wie groß sie sein sollten. Neue Einschränkungen müssten in ihrer Notwendigkeit, Abgrenzung und ihren Folgen einzeln begründet werden.
Streit um weitere Einschränkungen
OPMallorcamar unterstützt die Ablehnung zusätzlicher Beschränkungen für die Berufsfischerei durch die balearische Landesregierung. Diese hatte sich in der vergangenen Woche mit Vertretern der Branche darauf verständigt, gegenüber der spanischen Regierung gemeinsam für die betroffenen Flotten einzutreten.
Die Fischerorganisation verlangt, bei jeder Überprüfung der Regeln beteiligt zu werden. Dabei müssten auch technische Verbesserungen der Boote zählen. Nach Angaben der Fischer nutzen einige Schleppnetztüren, die den Meeresboden nicht berühren. OPMallorcamar verweist zudem auf lokalen Fisch und Arbeitsplätze in den Häfen der Balearen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com