Palma: 90 Prozent der Balearen-Flotte verwalten mit
Fischer, Wissenschaftler und Behördenvertreter beraten an diesem Donnerstag in Palma auf Mallorca über die Zukunft der Fischerei. Bei der Tagung zur nachhaltigen Fischerei steht eine Frage im Mittelpunkt: Wie stark sollen Fischer beim Schutz des Meeres mitentscheiden? Nach Angaben der Fischereibehörde sind bereits 90 Prozent der professionellen Fischereiflotte der Balearen in Pläne zur gemeinsamen Verwaltung eingebunden.
Joan Simonet, im Govern für Fischerei und Umwelt zuständig, fordert mehr Mitsprache für die Fischer. Sie kennten das Meer und müssten an Entscheidungen über seine Ressourcen beteiligt sein, sagte er bei der Eröffnung der vom Grupo de Acción Local de Pesca Mallorca organisierten Tagung. Das Ziel des Govern: Die gesamte professionelle Flotte soll noch vor 2030 in solche Pläne eingebunden sein.
Schutzpläne und Fisch aus der Region
Der Plan zum Meeresschutz des Govern umfasst 28 Maßnahmen in acht Bereichen. Er soll den Zustand der Meeresökosysteme erhalten oder verbessern, ohne die Tätigkeiten auszublenden, die vom Meer abhängen. Der Fischereidirektor der Balearen, Antoni M. Grau, stellte auf der Tagung bereits angelaufene Maßnahmen vor.
Der Fischereisektor arbeitet zudem mit dem World Wide Fund for Nature und Wissenschaftlern des Spanischen Instituts für Ozeanografie an einem Plan für die Schleppnetzfischerei. Ein weiterer Plan betrifft die handwerkliche Fischerei in den Buchten von Alcúdia und Pollença auf Mallorca. Für Lokale, die lokalen, legal gefangenen und nachhaltigen Fisch servieren, entwickelt die Fischereibehörde mit Partnern ein Zertifizierungssystem.
Am Freitag geht es um Nachwuchs
Am Freitag rücken auf der Tagung der Nachwuchs in der Fischerei und die Vermarktung von Fisch auf Mallorca in den Mittelpunkt. Außerdem sollen Fischer und Wissenschaftler über ihre Zusammenarbeit sprechen und Fischereigruppen ihre Projekte vorstellen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com