Flugärger: ChatGPT und Claude prüfen Entschädigung
Ein Flug hat lange Verspätung, fällt kurzfristig aus oder die Airline verweigert das Boarding: Reisende können jetzt in ChatGPT und Claude prüfen, ob eine Entschädigung infrage kommt. AirHelp hat seinen Entschädigungscheck in beide KI-Plattformen integriert, wie das Unternehmen am 29. September 2026 aus Madrid mitteilte.
So funktioniert der Check
AirHelp entwickelte die Anwendung gemeinsam mit der Firma Alpic. Sie erkennt den betroffenen Flug und gleicht die tatsächlichen Flugdaten ab. Anschließend prüft sie die geltenden Regeln für die Strecke und die Fluggesellschaft und schätzt, welchen Betrag Reisende möglicherweise verlangen können.
AirHelp will damit Fragen klären, bevor Betroffene eine formelle Beschwerde einreichen. Nach Angaben von Microsoft nutzen bereits 45,1 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Spanien generative KI.
Viele Ansprüche bleiben liegen
Laut AirHelp reichen 60 Prozent der Fluggäste mit Anspruch auf Entschädigung in der Europäischen Union keine Forderung ein. Nur 29 Prozent der Nutzer in Spanien geben an, nach einer Flugstörung Informationen von ihrer Airline zu erhalten.
Zugleich stieg nach Angaben des Unternehmens der Anteil der Forderungen, die Airlines zunächst ablehnen, von 52 Prozent im Jahr 2025 auf 58 Prozent im Jahr 2026. Die meisten Betroffenen fechten eine erste Ablehnung nicht an.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com