Ibiza stellt sich gegen Ausbau des Flughafens
Der Flughafen Ibiza auf den Balearen soll nach dem Willen des Inselrats keine zusätzlichen Passagiere aufnehmen. Das Plenum des Consell d'Eivissa verabschiedete am 25. September einen Antrag der Partido Popular gegen jede Erweiterung der Kapazität. Zugleich fordert der Inselrat eine Überprüfung der Planungen im DORA III für die Jahre 2027 bis 2031.
Das DORA III ist das Dokument zur Regulierung der Flughäfen, das die Zentralregierung und der Flughafenbetreiber Aena vorgelegt haben. Nach Ansicht der Partido Popular braucht der Flughafen Investitionen, aber keine Infrastruktur für immer mehr Fluggäste.
Besserer Service statt mehr Kapazität
Die Partido Popular fordert eine Modernisierung des Terminals und bessere Abläufe am Flughafen Ibiza. Als Prioritäten nennt sie Sicherheits- und Grenzkontrollen, Toiletten, Barrierefreiheit sowie Bereiche für öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und VTC-Fahrzeuge.
Auch die Arbeitsbedingungen und die Einsatzfähigkeit der Unternehmen und Beschäftigten am Flughafen sollen verbessert werden. Zusätzlich verlangt der Antrag Investitionen gegen Probleme bei der Abwasserbehandlung, für eine ausreichende Trinkwasserversorgung und eine Prüfung für eine eigene Entsalzungsanlage.
Inseln sollen bei Aena mitentscheiden
Der Consell d'Eivissa verlangt, dass die Inselregierung, die Balearenregierung, der Consell de Formentera und betroffene Gemeinden wirksam an Entscheidungen über die Zukunft des Flughafens beteiligt werden. Aena soll die Institutionen und die Gesellschaft der Pitiusas informieren und anhören, bevor Maßnahmen umgesetzt werden, die das Raum- und Tourismusmodell der Inseln beeinflussen können.
Inselratspräsident Vicent Marí kündigte zudem ein Treffen mit allen Abgeordneten und Senatoren aus Ibiza an. Sie sollen gegenüber Aena und der spanischen Regierung eine gemeinsame Position zum Flughafen vertreten.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com