Tausende gegen Flughafenausbau auf Mallorca und Ibiza
Mit Transparenten und Rufen gegen den Flughafenausbau ziehen am Sonntag Tausende durch Palma auf Mallorca und Eivissa auf Ibiza. In Palma führt die Demonstration von der Delegation der Regierung zum Consolat de Mar. In Eivissa gehen nach Angaben der Organisatoren rund 2.000 Menschen vom Passeig de Vara de Rey durch die Stadt bis zum Parc de la Reina Sofía.
Die Demonstrierenden richten sich gegen die Ausbaupläne der Flughäfen und gegen die Tourismuspolitik der Balearenregierung. In Palma fordern sie weniger Flüge, ein Ende der Nachtflüge und einen Stopp für Privatjets. Sie kritisieren zudem neue Verbindungen etwa nach Abu Dhabi oder Kanada.
Kritik an Plänen bis 2031
Auslöser der Proteste sind auch die Angaben im Documento de Ordenación Aeroportuaria, kurz DORA III. Das Dokument sieht für die Flughäfen der Balearen bis 2031 bis zu 50 Millionen Passagiere vor.
Der Sprecher der Plattform gegen den Flughafenausbau, Pere Joan Femenia, warnt vor einem touristischen und klimatischen Kollaps. Er sagt, dass Palma die Grenze von 66 Flügen pro Stunde bereits 18-mal überschritten habe. Nach Angaben der Demonstrierenden gab es 2025 auf den Balearen 23.000 Privatflüge.
Eivissa fordert eine bewohnbare Insel
In Eivissa erklären die Veranstalter, der geplante Umbau des Flughafens bedeute ein unverhältnismäßiges und nicht nachhaltiges Wachstum der touristischen Belastung. Sie werfen dem Flughafenbetreiber Aena vor, mit größeren Anlagen die Überfüllung und die Zahl der Besucher auf den Pityusen weiter zu erhöhen.
Rund 50 Organisationen unterstützen das Manifest. Sie verlangen, bei Entscheidungen über ihr Gebiet beteiligt zu werden, und fordern eine bewohnbare statt eine immer größere Insel.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com