Ibiza: Senatskandidat will Flughafenausbau stoppen
Der Flughafen von Ibiza auf den Balearen soll nach dem Willen der Koalition Eivissa al Senat nicht mehr Kapazität bekommen. Ihr Senatskandidat Juanjo Ferrer stellte seine Pläne am Freitag, 6. November, bei einer Pressekonferenz vor. Neben dem Flughafen nannte er bezahlbares Wohnen und den Kampf gegen Massentourismus als Schwerpunkte.
Wohnungen für Einheimische
Ferrer will den Kauf von Wohnungen durch Menschen ohne Wohnsitz auf Ibiza einschränken. Außerdem schlägt er mehr Sozialwohnungen zur Miete, Regeln für Saisonmietverträge und Obergrenzen für Mieten vor.
Die Militärwohnanlagen Héroes de Filipinas in der Stadt Ibiza und in Sant Antoni auf Ibiza sollen nach seinem Plan vom Verteidigungsministerium für Wohnungsbau und soziale Zwecke überlassen werden.
Kein Ausbau der Flughafenkapazität
Die Koalition lehnt jede Flughafenreform ab, die zusätzliche Kapazität schafft. Ferrer will zudem den Verkehr von Privatjets mit zwei unterschiedlichen Abgaben auf Treibstoff regeln – je nachdem, ob die Jets beruflich oder privat genutzt werden.
Gegen den Massentourismus setzt er auf ein Vorgehen gegen illegale Ferienunterkünfte und einen Stopp neuer Touristenplätze. Zugleich will er mit der Zentralregierung touristische Angebote entwickeln, die die Saison entzerren.
Auch Steuern und Sozialleistungen im Blick
Ferrer fordert einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für die Balearen, um Nachteile der Insellage auszugleichen. Zudem will er Wartezeiten bei Leistungen für Pflegebedürftige verkürzen und den Arbeitslosenschutz für Beschäftigte mit wiederkehrenden Saisonverträgen verbessern. Bislang sind das Vorschläge des Senatskandidaten.
Themen: Flugverkehr · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com