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Mallorcas Hoteliers fordern Planung fürs ganze Jahr

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mallorca soll nicht mehr nur für wenige Monate der Hochsaison geplant werden. Das fordert Javier Vich, Präsident des Hotelverbands FEHM, am 25. September in Palma. Der Ganzjahres-Tourismus verlange eine bessere Planung von Verkehr, Wohnen, Wasser, Energie und Sicherheit.

XXI Jornada sobre Gestión de Riesgos en el Sector Turístico.
Europa Press

Vich sprach bei der XXI. Tagung zum Risikomanagement im Tourismussektor, die die Beratung WTW in Palma veranstaltete. Dort kamen 200 Fachleute zusammen, um über geopolitische Risiken, Mobilität, Fehlzeiten, Cybergefahren und künstliche Intelligenz zu beraten.

Mehr Menschen, mehr Druck auf die Infrastruktur

Der Hotelierchef warnt davor, jede Belastung bei Wohnungen, Mobilität, öffentlichen Dienstleistungen oder Infrastruktur automatisch dem Tourismus zuzuschreiben. Zuerst müsse berücksichtigt werden, wie sich Mallorca verändert habe: durch Bevölkerungswachstum, mehr Mobilität, neue Formen der Unterkunft und eine Wirtschaft, die nicht mehr nur vier oder fünf Monate aktiv sei.

Nach Vichs Einschätzung steigen mit der längeren touristischen Aktivität sowie mehr festen und saisonalen Einwohnern auch die Anforderungen an öffentliche Angebote. Die Insel müsse diese Bereiche besser dimensionieren.

Höhere Preise müssen mehr Qualität bringen

Auch Hotelpreise lassen sich nach Vich nicht losgelöst vom Umfeld bewerten. Verbesserungen am Produkt träfen auf steigende Kosten durch geopolitische Faktoren, Lieferketten, Energie, Logistik und Inflation. Unternehmen müssten deshalb Kostenstruktur, Effizienz und Positionierung ständig überprüfen, um rentabel und konkurrenzfähig zu bleiben.

Naomi Riu, Finanz- und globale Nachhaltigkeitsdirektorin von RIU Hotels & Resorts, verlangt, dass Preissteigerungen mit einer echten Verbesserung des Angebots verbunden sind. Dafür nannte sie Investitionen, Neupositionierung, Service und Qualität.

Barceló-Chef Raúl González sagte, die Planungen seines Konzerns seien von fünf auf drei Jahre verkürzt worden. Das solle realistischere Ziele ermöglichen. WTW-Tourismusverantwortlicher Juan Carlos Tárraga fordert unterdessen, Risiken früher zu erkennen und diese Fähigkeit als strategischen Vorteil zu nutzen.

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Themen: Flugverkehr · Verkehr · Tourismus · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com